K12

Bauen für Geeks

Das fängt ja gut an mit Versatel

Würde ich Versatel als Puffmusiker bezeichnen, ich würde den ehrbaren Berufsstand der Puffmusiker in Misskredit bringen.

Versatel wollte ja ursprünglich mal Mitte März den Anschluß schalten. Ich habe ihnen damals mitgeteilt, dass das nicht geht, da die Wohnung noch nicht übergeben ist. Natürlich hat man es aber nicht geschafft, das den Stadtwerken mitzuteilen und ich hatte prompt am eigentlichen Schaltungstag einen Anruf vom Techniker, der die Leitung schalten wollte. Ich habe ihm gesagt was Sache ist und er ist unerledigter Dinge wieder abgerückt.

Das Auftragsmanagement von Versatel hat mir dann irgendwann zurückgeschrieben, dass sie sich mit einem neuen Termin melden würden. Ist natürlich nie geschehen. Ich habe dann nach Schlüsselübergabe eben jenes Auftragsmanagement informiert, dass man jetzt die Leitung schalten könne. Keine Reaktion. Erst nachdem ich die Sachbearbeiterin direkt angeschrieben hatte kam Bewegung ins Spiel. Und zwar diese (alle Tippfehler vom Original übernommen):

da es sich hierbei um einen Inhouseverkabelung handelt, würde ich Sie bitten Sich an einen Elektriker zu wenden, der Ihnen eine TAE Dose setzten kann.

Hell yeah. Eigentlich ist es üblich, dass das der Anbieter macht. Ist zu Versatel offensichtlich noch nicht durchgedrungen. Also das Auftragsmangement informiert, dass ich das tun werde, die Dose dann mein Eigentum ist und keinen passiven Prüfabschluss besitzen wird, weil man solche Dosen nicht käuflich erwerben kann.
Prinzipiell hat sich das ja aber so angehört, dass ansonsten alles in bester Ordnung ist. Ich habe am selben Abend noch den NTBA mit integriertem Splitter angeschlossen und natürlich liegt kein Signal an.

Kein Licht am Ende des Kabels…

Am gleichen Tag finde ich in meinem Briefkasten eine Mahnung von Versatel, ich hätte die erste Rechnung nicht bezahlt. Das machte mich gleich doppelt stutzig, denn zu einem hat Versatel ein SEPA-Lastschriftmandat von mir und zum anderen habe ich nie eine Rechnung erhalten. Außerdem erschien mir der Rechnungsbetrag für die Tatsache, dass bislang keinerlei Leistungen erbracht wurden, doch etwas hoch.

Eine Mail an den Kundenservice (Versatel hat es nicht nötig eine Geschäftskunden-Hotline zu haben, die 24/7 besetzt ist) brachte einen Tag später ans Licht:

Erneut eine Mail an den Kundenservice geschrieben, was das soll. Von dort nur die Antwort, sie könnten keinen Fehler feststellen, der Anschluß ist seit 17. März geschaltet.
Also zum Telefonhörer gegriffen und einen super motivierten Mitarbeiter erwischt, der schon pampig war, als er mich nach der Kundennummer fragen musste. Das ist im Laufe des Gesprächs nicht besser geworden. Das Versatel Leistungen berechnet, die sie mangels physikalischem Anschluß noch gar nicht anbieten könnten, sei mein Problem. Ich hätte eine Störung melden müssen. Was ich natürlich nicht konnte, da ich ja eigentlich auf den Termin und darauf gewartet habe, dass die TAE-Dose von Versatel gesetzt wird. Nachdem der Servicemitarbeiter dann laut geworden ist bin ich es auch. So schlecht geschultes Hotline-Personal ist mir seit Jahren nicht mehr untergekommen. Ich habe mich dann an die Störungsannahme weiterverbinden lassen, ich müsse schließlich eine Störung melden, hatte mir der Hotliner entgegengeschrieen.

Bei der Störungsannahme dann dankenswerter Weise einen Mitarbeiter erwischt, mit dem man in normalem und sachlichen Ton reden konnte. Nachdem ich ihm die ganze Geschichte noch einmal erzählt hatte fragte er sich ernsthaft, was der andere Versatel-Mitarbeiter geraucht hätte, denn es ginge ja offensichtlich um ein Problem mit einer Rechnung, nicht um ein technisches Problem. Er hat dann die Leitung gemessen, die wäre angeblich in Ordnung, aber trotzdem eine Störung aufgenommen.
Kurz darauf ruft mich jemand von Versatel auf dem Handy an und meint, die Leitung sei unterbrochen, man müsse einen Techniker schicken, was man dann Montag tun will.
Natürlich ist die Leitung unterbrochen weil die Leitung noch nie angeschlossen war! Aber dafür mal schon schön Geld verlangen! To be continued…