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Bauen für Geeks

Die Versatel-Hölle, Teil 4: Internet kommt

Versatel hat angerufen. Also so ganz von sich aus. War aber nicht der Techniker, dessen Anruf mir gestern eigentlich versprochen wurde. Sondern jemand, der mir die Telefonnummer der Stadtwerke geben wollte. Hab ich abgelehnt und ihr gesagt, dass Sie Ihren Job bitte selber machen soll, ich frag sie ja auch nicht, ob sie für mich ein bisschen CSS schreiben könnte.

Nächsten Donnerstag zwischen acht und zwölf kommt das Internet dann also auch zu mir. Richtig gelesen, nix an den Augen: Nächster Donnerstag, 15. Mai. Störung gemeldet am 30. April! War gestern die eine Woche noch unverantwortlich ist heute eine weitere Woche plötzlich gar kein Problem mehr. Ich hab der Tante dann auch wissen lassen was ich davon halte. Nämlich gar nichts. Ist aber halt wie immer bei Versatel. Ändert auch gar nichts.

Aber die Schlacht um die Telekom-Leitung ist ja noch nicht verloren gegeben. Heute Anruf beim Bürgerbüro. Ultraschnell abgefertigt: Nummer der Stadtwerke bekommen, die wüssten das. Die wissen genau gar nichts. Ich konnte die Ratlosigkeit des Hotliners durch den Telefonhörer hindurch sehen. Die Stadtwerke wären nur bis zur Übergabe verantwortlich gewesen. Wer das jetzt mache wisse er nicht. Intensives Nachbohren hat mir dann zumindest eine E-Mail-Adresse gebracht von jemanden bei den Stadtwerken, der angeblich weiß, wer das weiß. Durch Beziehungen habe ich dann auch die Telefonnummer erhalten. Ergebnis des Gesprächs: Es ist kein weiterer Ausbau geplant, die Telekom hat kein Interesse an dem Gebiet.

Ich wurde dann noch zu nem Techniker weiterverbunden. Auch von dem die Auskunft, es gäbe von Seiten der Telekom kein Interesse daran, ein Neubaugebiet mit mal grob überschlagen 1000 Einwohnern in der Landeshauptstadt Mainz zu versorgen, weil man aufrüsten müsste. Von Seiten der Stadtwerke sei alles da, die Telekom müsse nur noch den DSLAM aufs Kabel setzen.